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PostSubject: aktuelles........   Tue Sep 09, 2008 8:04 pm

Starts des monströsen Teilchenbeschleunigers LHC in der Schweiz

"Horror-Szenarien sind sehr spekulativ"

Aufgrund des morgigen Starts des monströsen Teilchenbeschleunigers LHC in der Schweiz kursieren Weltuntergangs-Szenarien. Emmerich Kneringer vom Institut für Astro- und Teilchenphysik an der Uni Innsbruck beruhigt im Interview.

INNSBRUCK/GENF - Morgen Mittwoch geht die größte Maschine der Welt, der Teilchenbeschleuniger LHC, in Betrieb. Es kursieren Gerüchte wonach das Projekt des Schweizer Forschungslabors CERN "Schwarze Löcher" erzeugen könnte, die nach und nach die gesamte Erde verschlingen. Univ.-Doz. Emmerich Kneringer räumt im Life Radio-Interview mit diesen Ängsten auf.

Es gibt dieses CERN-Projekt in der Schweiz, das auch für Ihr Institut von großem Interesse sein dürfte. Können Sie kurz erklären, womit haben wir es dabei zu tun?

Emmerich Kneringer: Hierbei handelt es sich um einen Teilchenbeschleuniger und um Teilchen auf die benötigten Geschwindigkeiten bringen zu können, muss dieser Beschleuniger sehr groß sein. Der sogenannte Large Hydron Collider (LHC) hat mit seinem Umfang von 27 Kilometern gerade noch im Genfer Becken Platz.

Wie kann man sich dieses Röhrensystem als Laie vorstellen?

Kneringer: Es ist ein Ringtunnel gegraben worden, der im Schnitt 100 Meter unter der Erde liegt. Bereits vor 50 Jahren wurde das Forschungslabor CERN gegründet und es wurden immer größere Beschleuniger gebaut. Für den neuen Beschleuniger LHC wurde ein Vorgängermodell wiederverwendet und ausgebaut. Und am Mittwoch geht dieser in Betrieb.

Kritiker prophezeien den Weltuntergang durch ein vom LHC verursachtes „Schwarzes Loch“. Kann bei dem Experiment ernsthaft etwas passieren?

Kneringer: Bei dem Experiment wird nach Teilchen gesucht. Besonders das Hicks-Teilchen ist für die Wissenschafter von großem Interesse. Es gibt Spekulationen, dass dabei mikroskopisch kleine Schwarze Löcher entstehen könnten, die aber nichts mit den Schwarzen Löchern im Kosmos zu tun haben.

Das heißt, es besteht keine Gefahr?

Kneringer: Nein, soweit wir das sehen ist keine Gefahr zu erkennen. Diese hochenergetischen Kollisionen die hier stattfinden, finden überall im Weltraum ebenfalls statt – insbesondere sogar in unserer Atmosphäre. Aus diesem Grund befürchten wir auch nicht, dass hierbei irgendetwas Gefährliches passieren wird.

Was wäre das „Worst-Case-Szenario“?

Kneringer: Es gibt sehr hypothetische Spekulationen, wonach die mikroskopisch kleinen Schwarzen Löcher so funktionieren wie die großen Schwarzen Löcher, beispielsweise im Zentrum unserer Galaxie. Die gängige Meinung unter Physikern ist jedoch, dass die kleinen Schwarzen Löcher sofort nach ihrem Entstehen wieder verdampfen. Alle hochenergetischen neuen Teilchen die bisher künstlich erzeugt wurden, sind immer wieder sofort zerfallen. Die Lebensdauer beträgt nicht einmal ein Milliardstel einer Sekunde.

Wie ist die Bedeutung dieses Experiments im Vergleich zu anderen großen Versuchen einzuschätzen?

Kneringer: Dies ist nur die Weiterentwicklung eines anderen Beschleunigers, der derzeit in den USA betrieben wird. Deshalb wird auch nicht erwartet, dass etwas Weltbewegendes passiert. Es ist nur ein kleiner Schritt den die Physiker vorangehen. So gesehen hätte auch bei dem Beschleuniger in den USA etwas passieren können, wäre das Experiment wirklich gefährlich.

Haben hier auch Innsbrucker Astrophysiker ihre Finger im Spiel?

Kneringer: Ja, es gibt eine Arbeitsgruppe an unserem Institut, die an einem der CERN-Experimente mitarbeitet. Innsbruck ist vor allem an der Software- und Datenanalyse beteiligt.

Wie geht es Ihnen damit, dass diese Horrorszenarien rund um den Teilchenbeschleuniger verbreitet werden?

Kneringer: Ich werde dadurch neugierig und sehe nach, welche Argumente die Gegner vorbringen. Meiner Meinung nach sind die Horrorszenarien alle sehr spekulativ. Eine Bedingung, damit diese überhaupt stattfinden könnten wäre, dass es mehr als drei Raumdimensionen gibt. Aber wir wissen aus unserer alltäglichen Erfahrung, dass wir nur drei räumliche Dimensionen haben. Obwohl also die Argumente der Kritiker sehr spekulativ sind, muss ich trotzdem sagen, dass ich nichts ausschließen kann ohne es genau untersucht zu haben.


Wir können also auch nach dem 10. September noch ganz beruhigt frühstücken?

Kneringer: Naja, am 10. September geht es erst mit einem Strahl los. Für die Kollisionen braucht man zwei Strahlen. Das Experiment ist sehr schwierig, da der erste Strahl zunächst eingefädelt werden muss und danach mit diesem experimentiert und justiert wird. Erst einige Monate später wird damit begonnen zwei Strahlen aufeinanderprallen zu lassen. Es geht also alles recht langsam los, aber generell besteht kein Grund zur Sorge.

Im Internet kursiert ein CERN-Rap. Haben Sie sich den schon angehört?
Kneringer: Ja, letzte Woche habe ich diesen Rap zufällig aufgestöbert. Ich glaube die Dame, die das Video gemacht hat war als Studentin bei unserem Experiment dabei. Jedenfalls finde ich es ganz amüsant. (TT.com)

Univeristäts-Dozent Emmerich Kneringer ist außerordentlicher Professor am Institut für Astro- und Teilchenphysik. Mit dem sogenannten Atlas-Experiment ist er am CERN-Projekt LHC beteiligt.


oder siehe artikel


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PostSubject: „Warum nur drei Dimensionen?“ - Ein Interview mit Lisa Randall   Tue Sep 09, 2008 8:14 pm

spektrum der wissenschaft
08.11.2006

„Warum nur drei Dimensionen?“ - Ein Interview mit Lisa Randall
Lisa Randall ist Professorin für theoretische Physik an der Harvard University. Sie forscht über Elementarteilchen und fundamentale Kräfte. Dabei geht sie der Frage nach, ob es zusätzliche Dimensionen im Universum gibt und wie diese sich physikalisch auswirken könnten.
Randall hat zahlreiche wissenschaftliche Preise erhalten und gehört zu den meist zitierten theoretischen Physikern. Kürzlich erschien ihr Buch „Verborgene Universen“ auf dem deutschen Markt. Anfang November sprachen wir mit ihr in Berlin.

SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT: Frau Randall, Physiker suchen schon seit vielen Jahren nach einer neuen Theorie, die die Relativitätstheorie und die Quantenphysik in sich vereint. Was muss diese neue Theorie leisten?
LISA RANDALL: Oh. Alles! (lacht) Eine solche Theorie muss die Elementarteilchen erklären können, die wir sehen, und die Wechselwirkungen zwischen ihnen, die wir messen können. Darüber hinaus muss sie auch schlüssige Vorhersagen treffen für jene Energieskalen, die wir bislang noch nicht untersuchen können, sie muss die Probleme des Standardmodells der Physik lösen und so weiter. Eine solche Theorie muss also viel leisten. Derzeit ist die Stringtheorie der meistversprechende Kandidat für eine derartige „Theorie von allem“. Aber sie steht erst am Anfang.

Die Stringtheorie macht seit dreißig Jahren Vorhersagen, die sich experimentell nicht prüfen lassen. Welchen Wert hat sie?
Das ist eine gute Frage und einer der Gründe, warum ich nicht an der Stringtheorie arbeite. Aber sie hat interessante Ideen eingeführt, zum Beispiel zusätzliche räumliche Dimensionen oder Branen, die eines Tages vielleicht experimentell bewiesen werden. Auch wenn wir womöglich nie alle Vorhersagen der Stringtheorie verifizieren können, so doch einzelne Elemente davon. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es die Stringtheorie erst seit dreißig Jahren gibt – das ist für einen so komplexen Ansatz kein besonders langer Zeitraum.

Erstaunlicherweise sagt die Stringtheorie, dass das Universum neun oder zehn räumliche Dimensionen enthält. Ist das ein Fehler in der Theorie, oder steckt mehr dahinter?
Nun, meine Forschungsarbeit dreht sich um Extradimensionen – ich hoffe also, dass mehr dahinter steckt. Es ist natürlich möglich, dass die Theorie falsch ist. Es könnte aber auch sein, dass die Zusatzdimensionen verborgen sind.

Wie?
Zum Beispiel könnten sie zu winzigen Schleifen aufgerollt sein, viel kleiner als der Durchmesser eines Atoms. Keine derzeitige Messmethode könnte solch winzige Ausdehnungen registrieren.

Wie muss man sich aufgewickelte Dimensionen vorstellen?
Die klassische Analogie ist ein Strohhalm: Aus der Ferne betrachtet sieht er wie eine eindimensionale Linie aus. Näher betrachtet erkennt man, dass es sich um eine zweidimensionale Fläche handelt, die einen Zylindermantel bildet. Und schaut man noch genauer hin, erkennt man, dass der Strohhalm ein dreidimensionales Rohr mit einer bestimmten Wandstärke ist. In ähnlicher Weise könnten Extradimensionen geschlossene Schleifen bilden, die wir übersehen, weil sie so winzig sind. Eine andere Möglichkeit für verborgene Dimensionen besteht darin, dass diese verzerrt sind. Wie meine Kollegen und ich gezeigt haben, könnten wir in diesem Fall sogar eine unendlich große Zusatzdimension nicht sehen.

Warum?
Weil in diesem Fall die Elementarteilchen und die fundamentalen Naturkräfte im Wesentlichen auf unsere dreidimensionale Welt beschränkt wären. Sie könnten kaum oder gar nicht in die höheren Dimensionen entweichen, weshalb diese sich nicht bemerkbar machen würden.

Warum liebäugeln viele Physiker mit zusätzlichen Raumdimensionen?
Warum sollte es nur drei davon geben? Theoretiker – darunter ich – haben gezeigt, dass einige physikalische Phänomene mehr Sinn ergeben würden, wenn das Universum höherdimensional wäre. Zum Beispiel wäre dann leichter zu verstehen, warum die Gravitation im Vergleich zu den anderen fundamentalen Naturkräften so schwach ist.

Ist die Schwäche der Gravitation der Hauptgrund dafür, zusätzliche Dimensionen zu vermuten?
Es ist einer von vielen Punkten. Das Standardmodell der Physik, das die Elementarteilchen und ihre Wechselwirkungen beschreibt, hat ein Problem: Es liefert nur dann die richtigen Ergebnisse, wenn man seine Gleichungen mit einem extrem präzisen Faktor korrigiert, der auf dreizehn Stellen genau stimmen muss. Wir müssen mit einer unglaublich speziellen Zahl herum tricksen, damit die richtigen Werte herauskommen – da ist irgendetwas faul. Deshalb suchen wir nach einem neuen Ansatz.

Und das könnte eine höherdimensionale Theorie sein?
Diese Frage stellen wir uns seit dreißig Jahren. Es scheint keine zufrieden stellende Theorie zu geben, die nur drei räumliche Dimensionen voraussetzt. Meine Kollegen und ich haben verschiedene höherdimensionale Modelle vorgeschlagen. Einige davon scheinen die Probleme der Teilchenphysik besser zu lösen als das Standardmodell.

Haben wir eine Chance, jemals Beweise für zusätzliche Dimensionen zu finden?
Durchaus. Manche höherdimensionale Modelle sagen die Existenz bestimmter Teilchen voraus, deren Masse so hoch ist, dass wir bislang keine Chance hatten, sie zu entdecken – unsere Teilchenbeschleuniger erreichen noch nicht die erforderliche Energie hierfür. Wir warten voller Spannung auf den Large Hadron Collider, der 2008 bei Genf in Betrieb gehen soll. Als leistungsstärkster Teilchenbeschleuniger der Welt wird er bislang unerreichte Energien aufbringen. Vielleicht liefert er die gesuchten Hinweise.


Die Fragen stellte Frank Schubert

Lisa Randall
Verborgene Universen
Eine Reise in den extradimensionalen Raum



zum artikel......
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PostSubject: barack obama mr president   Wed Nov 05, 2008 6:44 pm

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PostSubject: Gibt es Leben bei Nummer fünf?   Sat Nov 15, 2008 3:49 am


Nasa-Forscher haben beim Stern 55 Cancri einen fünften Planeten entdeckt - in einer Entfernung zu der Sonne, die ähnliche Temperaturbedingungen wie auf der Erde möglich erscheinen lässt. Sollte der Planet einen Mond haben, wäre dort vorhandenes Wasser flüssig.

55 Cancri hat einen neuen Rekord aufgestellt: Fünf Planeten besitzt der Stern im Sternbild Krebs, 41 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es handelt sich damit um das einzige bekannte System, abgesehen von unserem Sonnensystem, das mehr als vier Planeten besitzt. Wie elektrisiert waren die Astronomen, als sie die Nachricht am gestrigen Abend verkündeten: "Ich bin völlig von den Socken", sagte Geoff Marcy von der University of California in Berkeley. "Wir wissen nun, dass unsere Sonne und ihre Planetenfamilie nichts Ungewöhnliches ist."


Der nun entdeckte fünfte Planet des Sterns 55 Cancri ist ein Gasriese und etwa 45 Mal so schwer wie die Erde. Er bewegt sich um den Stern auf einer nahezu kreisförmigen Bahn, in einer Entfernung von 0,785 Astronomischen Einheiten (AE), was knapp 120 Millionen Kilometern entspricht. Eine AE ist genau die Entfernung von der Erde zur Sonne. Ein Umlauf des Planeten um den Stern dauert 260 Tage.

Nach Angaben von Debra Fischer, Professorin für Astronomie an der San Francisco State University, liegt der fünfte Planet in der sogenannten habitablen Zone des fernen Sonnensystems. Das heißt, er ist genau so weit von seinem Stern entfernt, dass auf ihm Temperaturen herrschen, die Wasser in flüssiger Form ermöglichen - eine wichtige Voraussetzung für Leben. "Es dürfte dort etwas wärmer als auf der Erde sein, aber nur ein bisschen", sagte Fischer.

55 CANCRI: STERN MIT FÜNF PLANETEN

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Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (6 Bilder)
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Der Gasplanet selbst ist in dieser Hinsicht weniger interessant, vielmehr spekulieren die Astronomen über einen oder mehrere Monde als Begleiter. "Wenn es einen Mond gibt, dann hätte er eine felsige Oberfläche", sagte Marcy. Wasser könnte dort prinzipiell in Seen oder Ozeanen schwappen.

Und noch eine Hoffnung haben die Forscher: Womöglich gibt es weitere Planeten in dem System, die sich in der habitablen Zone befinden. Die Astronomen kennen bislang vier kleinere Planeten mit weniger als 0,8 AE Entfernung zum Stern und einen mit einem Abstand von 6 AE. Dazwischen klaffe eine Lücke, sagte Marcy, und genau dort würde man Planeten von der Größe der Erde erwarten.

Die Entdeckung des fünften Planeten war äußerst kompliziert. Jeder Planet, der um einen Stern kreist, beeinflusst auch den Stern. Dieser bewegt sich unter dem Einfluss der Gravitation ebenfalls - und zwar um den gemeinsamen Schwerpunkt. Diese minimale Bewegung lässt sich messen, über den Dopplereffekt, der die Wellenlänge des Lichts verändert, das der Stern aussendet. Je mehr Planeten ein Stern hat, umso unregelmäßiger schwankt der Stern um den gemeinsamen Schwerpunkt. Marcy vergleicht die Suche nach der Signatur eines Planeten im Sternenlicht mit dem Erkennen eines einzigen Tones, wenn mehrere Musiker zugleich spielen.

ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE

*
Exoplaneten-Systematik: Schubladen für ferne Welten (25.09.2007)
*
Heiß, leicht, riesig: Bislang größter Exoplanet entdeckt (08.08.2007)
*
Bizarres System: Planet könnte vier Sonnen haben (25.07.2007)
*
Forscher-Rennen: Wirrwarr um Wasserspuren auf fernen Planeten (11.07.2007)
*
Zweite Erde: Forscher melden Entdeckung eines bewohnbaren Planeten (25.04.2007)

Mittlerweile haben Astronomen fast 250 Exoplaneten entdeckt, die meisten davon Gasriesen. Nur von einem anderen Stern weiß man, dass er vier Planeten besitzt: Ara, der von der südlichen Hemisphäre der Erde aus zu beobachten ist. Bereits 1996 hatte Marcy mit seinem Kollegen Paul Butler den ersten Planeten von 55 Cancri entdeckt. Butler war auch beim Nachweis des fünften Planeten beteiligt, über den die Forscher in einem Beitrag berichten, der im "Astrophysical Journal" erscheinen wird.

Der 1996 im System 55 Cancri gefundene Exoplanet im Jupiter-Format war damals der vierte bekannte Exoplanet überhaupt. Er hat eine Umlaufzeit von nur 14,6 Tagen. 2002 entdeckten Astronomen zwei weitere Planeten, einer vier Mal so schwer wie Jupiter, der andere halb so groß wie Saturn. 2004 schließlich wurde der vierte Planet nachgewiesen. 14 mal schwerer als die Erde bewegt er sich auf einer so kleinen Bahn um den Stern, dass es auf ihm höllisch heiß sein muss. Aber womöglich finden Astronomen ja schon bald auf eine zweite Erde, die 55 Cancri umkreist.

hda
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PostSubject: sterne und weltraum   Sat Nov 15, 2008 4:32 am

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PostSubject: humanoide roboter   Mon Nov 17, 2008 2:23 am

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w wie wissen ( das erste de )

Humanoide Roboter

Sendedatum: Sonntag, 16. November 2008

Während in den USA und Europa vor allem Industrie- und Kampfroboter entwickelt werden, arbeiten japanische Forscher verstärkt an Partnerrobotern. Einige von ihnen sind überzeugt, dass es irgendwann emotionale Beziehungen, ja sogar Geschlechtsverkehr zwischen Mensch und Roboter geben wird.

Vorausgesetzt die Maschinen ähneln Menschen nicht nur, sondern sie "verhalten" sich auch wie sie. Grundsätzlich haben Japaner wenig "Berührungsängste" mit Robotern. Diese sind Comic-Helden, positiv besetzt und übernehmen bereits verschiedene Aufgaben im Alltag.

Roboter müssen menschliche Erwartungen erfüllen


Doch, um ihn lieb gewinnen zu können soll ein Roboter sich verhalten wie sein natürliches Vorbild. Das zeigt der Roboterhund "Aibo". Die Entwicklung wurde von Sony eingestellt, weil der "Hund" sich nicht erwartungsgemäß verhielt und deshalb bei vielen Kunden Irritationen auslöste. Neuere Tier-Roboter ähneln einer Robbe oder einem Dinosauerier. Sie sind fürs Altersheim gedacht, in denen keine echten Tiere gehalten werden dürfen.

Menschliche Ausdrucksformen für Roboter


Mann mit attraktiven Roboterfrau (Quelle: NDR)Bildunterschrift: Prof. Hiroshi Ishiguro mit der vielleicht menschlichsten Roboterdame Der Welt: "Repliee Q2". ]


Noch erinnern viele humanoide also menschenähnliche Roboter eher an einen Terminator: Mimik, Gestik und die Körperbewegungen sind oft unnatürlich.

Die Mensch-Maschine-Interaktion sieht man als die große Akzeptanzhürde für Roboter, und an der wird gearbeitet wie in der Forschungsgruppe um Professor Hiroshi Ishiguro an der Universität Osaka. Dort ist bereits eine Kleinfamilie aus humanoiden Robotern entstanden: Repliee Q2 zum Beispiel heißt eine attraktive Dame, die derzeit vielleicht menschlichste "Roboterin" der Welt. Lider und Lippen bewegen sich vorprogrammiert, Sensoren unter ihrer weichen Silikonhaut machen sie dazu sensibel. Das Sprechvermögen ist bei Repliee Q2 ist noch nicht ganz ausgereift, ihr Geplauder stammt vorerst noch vom Band.

Aber an der weiteren Perfektionierung arbeitet Ishiguro, der sich selbst als eine Art japanischer Frankenstein versteht: "Ich fühle mich als Schöpfer, immerhin erschaffe ich etwas menschenähnliches, humanoide Roboter. Wissen Sie, Menschen reagieren sehr sensibel auf Äußerlichkeiten. Die Funktionen von Robotern sind wichtig, aber es geht um mehr: Japaner oder Asiaten allgemein akzeptieren Maschinen viel leichter, wenn sie etwas sympathisches haben, etwas mit menschlichen Ausdrucksformen."

Schlaues Riesenbaby


Riesiges babyähnlicher grauer Roboter (Quelle: NDR)Bildunterschrift: Dem menschlichen Heranwachsen nachgeahmt: Das Roboterbaby "CB 2" lernt und entwickelt sich selbsttändig weiter.

Sein neueste "Schöpfung" hört auf den Namen CB2. Es handelt sich um eine Art Riesenbaby und ist erst ein paar Monate alt. Aber schon jetzt eine Revolution. Denn CB2 entwickelt sich selbständig, erklärt Ishiguro. Der Roboter lerne und programmiere sich weiter – selbsttätig.

Vollgepackt mit fast 200 Sensoren unter Silikon und 50 Elektromotoren kann CB2 strampeln und zappeln – wie ein kleines Kind. Das Roboterbaby hat sogar Stimmbänder. Vorerst kann es zwar nur glucksen, aber CB2 wird sprechen lernen, wie andere Babys auch.

Sensoren–Augen erkennen schon jetzt Menschen, die Eltern sozusagen. Sie schätzen Entfernungen ab und verfolgen Bewegungen. Sogar laufen lernen soll der Babyroboter irgendwann verspricht Prof. Ishiguro: "Babys lernen und entwickeln sich in der Beziehung zu ihren Eltern. Genauso ist es bei meinem Babyroboter, CB 2. Er entwickelt seine Programme alleine weiter, er kann lernen. Irgendwann wird er seinen Körper frei kontrollieren und bewegen können, genauso wie ein Mensch. Das ist dann keine Maschine mehr, sondern Technik, die menschlich ist."

Original oder Kopie?

Prof. Ishiguro (links) mit seinem Roboterdouble (Quelle: NDR)Bildunterschrift: Zum Verwechseln ähnlich: Prof. Hiroshi Ishiguro mit seinem Roboterdouble. ]
Skurriler Höhepunkt der Humanoidenfamilie im Hause Ishiguro: Ein menschlich-androides Zwillingspaar: Der Professor hat ein Maschinendouble von sich selbst gebaut. Beide treten stets im gleichen Dress auf. Dafür besitzt der Professor zehn passende Kollektionen in schwarz. Gesichtszüge, Mimik, exakt nachgeahmt. Atmung und Augenzwinkern, alles automatisch.

Eine Maschine, aber dem Original zum Verwechseln ähnlich. Und dialogfähig: Ein Operator im Kontrollzentrum spricht durch den Maschinenmenschen. Dabei sorgen Sensoren an den Lippen des Programmierers für "originalgetreue Mundbewegungen". Und mit denen plappert der ferngesteuerte Doppelgänger dem Professor munter dazwischen: "Nur ein Professor Ishiguro ist zu wenig", mischt er sich in das Interview ein. "Nein, lass das, ich werde sprechen", unterbricht ihn der echte Professor: "Spaß beiseite: Solche Roboter können irgendwann vielleicht mal an einem Informationsschalter oder am Empfang arbeiten. Und wenn ein Mensch dann zehn Roboter steuern kann, dann wäre das auch ein gutes Geschäft."

Für den Wissenschaftler ist klar, wohin die Reise geht. Vom widerspruchslos einfühlsamen Gesprächs- und Kuschelrobot bis zur vollautomatisch-hygienischen Sexmaschine hält er alles für realistisch.

Bericht: Thomas Berndt





na bitte.......
die filme fangen zu leben an.......pirat




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PostSubject: venice underwater   Tue Dec 02, 2008 11:26 pm

channel 4 news
wie immer sind in venedig sowieso alle gut drauf :)

videos unter channel 4

Water levels in Venice rose to their highest level in 20 years yesterday, submerging 95 per cent of the city.

Tourists and residents were had to wade through knee-high water as the sea level topped 156 centimetres, well above the 110-centimetre flood mark.

Among the spots affected was St. Mark's Square, the landmark piazza in the lowest point in the city.

Workers were unable to install the raised wooden walkways used during flooding because the water rose too high and too quickly under heavy rains.

The floods also forced many of the water taxis to suspend business.



the following pictures are a selection of a REUTERS gallery
on seawayblog






















All the pictures by REUTERS/Manuel Silvestri and REUTERS/Michele Crosera

If you've never been there the best way to understand how Venice is effectively built on the water is an aerial view (click on the picture to enlarge it):



seawayblog


Last edited by viv on Sat Dec 06, 2008 12:40 am; edited 1 time in total
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PostSubject: welche länder stehen vor dem saatsbankrott   Sat Dec 06, 2008 12:36 am



Last edited by viv on Sun Mar 22, 2009 6:39 pm; edited 1 time in total
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PostSubject: griechenland ........   Tue Dec 09, 2008 3:01 am

so schrecklich...normal mag ich solche bilder und berichte nicht zeigen...
ich finde keine worte.


Montag, 8. Dezember 2008
Athens Zentrum brenntGewalt ist außer Kontrolle

Ausnahmezustand in Griechenland: 48 Stunden nach dem Tod eines 15-jährigen Schülers in Athen durch eine Polizistenkugel hat die Gewalt eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Nach friedlichen Protesten von rund 10.000 Demonstranten kommt es im Zentrum der griechischen Hauptstadt zu schweren Krawallen. Rund 4000 gewaltbereite Autonome zerstörten, was ihnen in den Weg kam, zündeten zahllose Geschäfte an und verwandelten das Stadtinnere in ein Flammenmeer. Selbst der 20 Meter hohe Weihnachtsbaum der Athener Stadtverwaltung brannte lichterloh.

Gewalttätige Demonstranten erreichten am Abend auch den eleganten Kolonaki-Platz, wo viele Politiker des Landes wohnen und zerstörten auch dort alle Geschäfte. Passanten flohen in Panik in alle Richtungen. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein, was aber ohne merkbare Wirkung auf die Randalierer blieb.

Feuerwehr kann nicht helfen

Verzweifelte Besitzer zerstörter Geschäfte liefen mit Tränen in den Augen um Hilfe. Die Feuerwehr war jedoch an einem Eingreifen gehindert, weil der wütende Mob die Einsatzfahrzeuge mit Brandflaschen attackierten. Auch der etwa 20 Meter hohe Weihnachtsbaum der Stadt Athen wurde angezündet und brannte lichterloh.

Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis berief für die Nacht eine Sondersitzung des Ministerrates ein. An diesem Dienstag wollte er sich mit Staatspräsident Karolos Papoulias und den Vorsitzenden der griechischen Parteien treffen. Ein Regierungssprecher dementierte hingegen Gerüchte, dass ein landesweiter Ausnahmezustand ausgerufen werden könnte.

Tausende demonstrieren

Zuvor hatten rund 10.000 Demonstranten in der Innenstadt von Athen gegen Polizeigewalt protestiert. Die meist jugendlichen Demonstranten bemalten große Teile der Panepistimiou-Straße im Stadtzentrum mit roter Farbe. Die Farbe sollte das vergossene Blut des jungen Mannes symbolisieren, der am Samstagabend durch eine Polizeikugel ums Leben gekommen war. Zu der Demonstration hatte die kleine griechische Partei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) aufgerufen.

Regierung unter Druck

Ministerpräsident Karamanlis, dessen Regierung durch die Krawalle unter Druck geraten ist, versprach, die Verantwortlichen für den Tod des Jungen zur Rechenschaft zu ziehen. In Berlin hatten am Montag Demonstranten acht Stunden lang das griechische Generalkonsulat besetzt gehalten. Das Auswärtige Amt riet Urlaubern, die von den Unruhen betroffenen griechischen Stadtzentren zu meiden.

In fast allen Landesteilen Griechenlands blieben am Montag die Schulen geschlossen. Das Kultusministerium erklärte den Dienstag zum Tag der Trauer. Für die kommenden Tage wurden neue Demonstrationen autonomer Gruppen und linker Parteien angekündigt. Bei den Straßenkämpfen waren seit Samstagabend rund 40 Menschen verletzt worden. Der Sachschaden wurde auf 100 Millionen Euro geschätzt.

Bilder wie im Krieg

Straßenzüge in Athen und im nordgriechischen Thessaloniki boten Bilder wie aus einem Bürgerkrieg. Mehr als 500 Angestellte der Stadt versuchten in der Hauptstadt, die Wracks der Autos aus den Straßen zu entfernen. Die Randalierer hinterließen zerstörte Geschäfte, Bankfilialen und Polizeiwachen. Auch Privatwohnungen waren demoliert worden.

Die Besetzung des griechischen Konsulats in Berlin ging nach rund acht Stunden friedlich zu Ende. Mehr als 20 Demonstranten verließen am Abend das Gebäude am Wittenbergplatz, wie die Polizei mitteilte. Die Botschaft hatte auf eine Räumung des Konsulats verzichtet und mit den Besetzern gesprochen. Es gab keine Festnahmen.

"Tötet uns auch"

Nach den schweren Ausschreitungen autonomer Gruppen vom Wochenende hatten Demonstranten am Montag auch tagsüber öffentliche Gebäude und Einrichtungen in Athen angegriffen. Vor der Polizeidirektion zogen sich zwei Jugendliche bis auf die Unterwäsche aus und legten sich vor den Eingang. "Tötet uns auch", skandierten sie. Schüler blockierten die Straßenbahn von Athen. Andere Jugendliche besetzten eine Station der U-Bahn nahe der Vorstadt Kifissia.

"Extreme Elemente"

"Wir werden alles tun, damit diese Tragödie sich nicht wiederholt", sagte Regierungschef Karamanlis in einer Fernsehansprache. Für die Ausschreitungen am Wochenende machte er "extreme Elemente" verantwortlich. "Deren einziges Motiv ist die Gewalt und die Zerstörung", sagte der konservative Regierungschef. "Wir werden das nicht dulden." Er rief die Griechen auf, Ruhe zu bewahren und versprach Entschädigungen für die Inhaber der Geschäfte, die beschädigt oder zerstört wurden.

Der Chef der oppositionellen Partei der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), Giorgos Papandreou, rief die Bürger des Landes für Dienstagabend dazu auf, Kerzen im Zentrum der Stadt zu entzünden, um an das Opfer der Polizeigewalt zu erinnern, wie es heißt. Zudem forderte er indirekt den Rücktritt der Regierung. "Alle jungen Menschen sagen heute: Es reicht mit dieser Regierung, die ihre Verantwortung nicht übernimmt", sagte Papandreou im Fernsehen.

Der 37 Jahre alte Polizist, der am Samstagabend den tödlichen Schuss auf den Schüler abgegeben haben soll, sagte aus, er habe lediglich drei Warnschüsse abgefeuert. Der Jugendliche sei von einem Querschläger getroffen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Polizisten Totschlag vor. Einer der Anwälte des Beamten trat zurück. Er lies verlauten, dass er einen "solchen Mandanten" aus Gewissensgründen nicht verteidigen könne. Über den mutmaßlichen Schützen wurde bekannt, dass er wegen seines harten Durchgreifens unter dem Spitznamen "Rambo" bekanntgewesen sei, berichtete der griechische Rundfunk.

Szenen wie im Krieg Schwere Ausschreitungen in Griechenland















der originallink von ntv

athens zentrum brennt










































originalbilder und texte ntv
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PostSubject: amnasty international 60. years   Wed Dec 10, 2008 11:10 pm






es geschieht nicht hier, aber jetzt
(so steht es am bild, es geschieht aber auch hier.)



screenshots von amnasty international

im übrigen habe ich auch einen vivien chaos life blog,
wer möchte kann diesen verfolgen.
darauf sind eigene bilder und manchmal auch screenshots.
vivien chaos life
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PostSubject: think positiv   Sun Dec 14, 2008 2:08 am

positives denken ist angesagt!
die erste und wichtigste voraussetzung um etwas zu verändern ist positives denken.
kuss viv
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PostSubject: beamen   Sun Feb 01, 2009 12:39 am

Notizen | 22.12.2008

TAGEBUCH
Zeilingers Weihnachtskolloquium
Am vergangenen Freitag war ich einer von über 300 Besuchern, die Anton Zeilingers Weihnachtskolloquium an der Universität Heidelberg besuchten. Der österreichische Quantenphysiker und Professor von der Universität Wien sprach über die neuen und alten Rätsel der Quantenmechanik - er selbst ist besonders für seine Versuche zur Quantenteleportation bekannt. Mit dem berühmten EPR-Paradoxon führte er uns gleich hinein in einige der zentralen Fragen der Theorie.

Gibt es eine "spukhafte Fernwirkung"?

1935 war es, so berichtet Zeilinger, als Albert Einstein, Boris Podolski und Nathan Rosen ihre berühmte Schrift mit dem elaborierten Titel "Can Quantum-Mechanical Description of Physical Reality Be Considered Complete?" veröffentlichten. Ein philosophischer Titel, der damals keineswegs gleich jene Aufmerksamkeit auf sich zog, die wir ihm heute zukommen lassen: gerade einmal eine Zitation pro Jahr erhielt er – heute sind es 200.




© Spektrum der Wissenschaft
Quantenmechanische Würfel
Quantenmechanische Würfel wissen alles voneinander - wie weit sie auch entfernt sein mögen.
Der Inhalt des berühmten EPR-Papers ist nicht ganz einfach zu verstehen – Zeilinger aber findet dafür ein hübsches Bild. Er stellt den Hörern zwei "quantenmechanische Würfel" vor. Nehmen wir an, beginnt er, diese Würfel würden irgendwann miteinander wechselwirken und sich dann beliebig weit voneinander entfernen. Wären es klassische Objekte, so könnten wir den einen werfen, ohne dass es den anderen beeinflusste. Quantenmechanische Objekte verhalten sich jedoch anders. Würfelten wir mit dem einen eine 6, so wüssten wir, dass der jetzt andere auch mit 100%iger Sicherheit eine 6 zeigt. Genauso bei einer 3 oder anderen Zahl. Ganz gleich wie weit entfernt – die Würfel würden voneinander wissen und sich korreliert verhalten. So etwas ist in der klassischen Physik grundsätzlich unmöglich.

Wenn sich ein klassisches Objekt identisch zu seinem entfernten Partner verhält, dann nur, weil beide diese speziellen Eigenschaften seit dem Augenblick der Wechselwirkung mit sich tragen. In der Quantenmechanik entscheidet erst die Messung über die Eigenschaft – wie diese Information dann an das Partnerteilchen gelangt, bleibt rätselhaft.

Bertlmanns Socken sind nicht quantenmechanisch

Um zu veranschaulichen, wie wir uns das mit den quantenmechanischen Eigenschaften vorstellen müssen, erzählt Zeilinger den Hörern die Geschichte von Bertelmanns Socken, die sich gerade nicht quantenmechanisch verhalten.



© Spektrum der Wissenschaft / Vera Spillner
Bertlmanns Socken...
... sind seltsam, aber nicht quantenmechanisch.
Bertlmann, so erfahren wir, trage aus Protest grundsätzlich verschiedenfarbige Socken. Wenn er also hinter einer Ecke vorkommt und Sie sehen einen rosa Socken, so wissen Sie, dass der zweite nicht rosa sein wird. Das liegt daran, dass Bertlmann seine Socken am Morgen entsprechend angezogen hat. Wären es jedoch quantenmechanische Socken, so könnte man vor der Messung nichts über die Farbe der Socken aussagen. Sie wären nicht bereits "am Morgen" festgelegt, sondern entstünden erst im Augenblick der Messung.

Einstein sucht nach lokaler Realität

Einstein hat sich in diesem Problemkreis an zwei Dingen gestört: Einmal an der "spukhaften Fernwirkung" mit der quantenmechanische Objekte auch bei weitester Entfernung instantan voneinander Bescheid wissen - und zum anderen an den spontan und unvorhersagbar beim Messprozess entstehenden Eigenschaften. Auf letzteres hin formulierte er seinen berühmten Satz: "Gott würfelt nicht". Niels Bohr jedoch war damit nicht einverstanden. Er hielt ihm entgegen: "Hören Sie doch endlich auf, dem Herrn Vorschriften zu machen!" Dieser Aussage schließt Zeilinger sich an und kommentiert schmunzelnd, dass Gott möglicherweise an einer Welt, in der er selbst überrascht wird, mehr Spaß habe.

Für Einstein, Podolski und Rosen blieben die quantenmechanischen korrelierten Würfel lebenslang problematisch. Den Physikern schien hier entweder eine Kommunikation mit Überlichtgeschwindigkeit vorzuliegen, oder doch klassische verborgene Eigenschaften – in jedem Fall aber hielten sie die Quantenmechanik für unvollständig, weil diese keines von beidem erklären konnte.



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Anton Zeilinger
Anton Zeilinger ist 1997 die erste experimentelle Weitstrecken-Teleportation mit Photonen gelungen.
Einstein legte insbesondere großen Wert darauf, dass Messergebnisse unabhängig davon sind, was irgendwo anders im Universum geschieht – schließlich wollte er nicht an Überlichtgeschwindigkeitssignale glauben. Diese Position ist heute als "Einstein-Lokalität" bekannt.

Aspect will die Kommunikation zwischen den Teilchen verhindern

An dieser Stelle führt Zeilinger die berühmten Aspect-Experimente aus dem Jahr 1982 ein. Obwohl kompliziert, kann er seinen Zuhörern doch den entscheidenden Punkt vermitteln: Mit seinem Experiment versuchte der französische Physiker Alain Aspect zu verhindern, dass verschränkte Teilchen über ein Signal miteinander kommunizieren. Dazu verkürzt er die Zeit, die sie für ein Signal hätten, auf ein Minimum.

Erst ganz kurz bevor das eine Photon gemessen wird, entscheidet ein Zufallsgenerator darüber, auf welche Weise es gemessen wird – dadurch hat das Photon nahezu keine "Zeit" mehr, sein Partnerteilchen zu informieren. Aspects Experimente bestätigen jedoch nur eins: Dass nämlich die Teilchen trotzdem voneinander wissen – geschähe dies über ein Signal, müsste es allerdings mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit reisen.

Der Traum vom Beamen

Zum Beamen werde er am häufigsten befragt, gibt Zeilinger zu. Gemeint ist damit jene aus Science-Fiction-Filmen bekannte Transportation, bei der ein Objekt vom Anfangs- zum Endpunkt gelangt, ohne dabei den physisch dazwischen liegenden Raum zu durchqueren. Über die "Erfindung" weiß Zeilinger amüsanterweise zu berichten, dass die Filmemacher es einst nur einführten, um die hohen Produktionskosten der Darstellung einer Landung auf einem fremden Planeten zu vermeiden.

So einfach wie im Film sei die Durchführung in der Realität leider nicht. Das Prinzip sei dabei einfacher als dessen Umsetzung: Information auslesen – Information übertragen – Objekt wieder zusammensetzen. Das große Problem, so Zeilinger, liege schon im ersten Schritt: man könne ein quantenmechanisches Objekt nicht exakt auslesen. Dies verhindere die Heisenbergsche Unschärferelation. Die Filmemacher hätten dafür den "Heisenberg-Kompensator" erfunden, schmunzelt er. Zum Vergnügen des Publikums fügt er die Anekdote hinzu, wie einst ein Journalist den Regisseur fragte, wie denn der Heisenberg-Kompensator funktioniere. Jener habe sehr "politisch" geantwortet: "Very well, thank you".



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Quantenteleportation
Über den klassischen Kanal soll ein Objekt teleportiert werden - dazu wird es in eine quantenmechanische Verschränkung "eingeklinkt".
Trotz aller Schwierigkeiten sei das Beamen jedoch nicht unmöglich. Man müsse nur den ersten Schritt umgehen, erklärt Zeilinger, und die Information übertragen, ohne sie vorher zu messen. Man verschränke also zunächst Anfangs- und Schlusspunkt der Teleportation miteinander (Quantenkanal) und damit wiederum das zu teleportierende Objekt. Dessen Eigenschaften würden dadurch auf den Schlusspunkt übertragen (klassischer Kanal). Leider sei eine genauere Erklärung für den Weihnachtsvortrag zu kompliziert, meint Zeilinger, und wirft ein tatsächlich kompliziert aussehendes Schaubild an die Leinwand.

Interessant beim Beamen sei, dass das zu teleportierende Objekt an seinem Platz bleibt und nur seine Information übertragen wird, erläutert er. Man kann sich also fragen, ob das Objekt am Endpunkt dasselbe ist wie das Ausgangsobjekt. Zeilinger bezieht hier klar Stellung: Für ihn ist die Information alles, die "Essenz". Er vergleicht es sogar mit "der Seele". Operativ seien Anfangs- und Endobjekt nicht zu unterscheiden und somit seiner Meinung nach identisch.



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Von Insel zu Insel - Kryptografie über 144 km
Zwischen La Palma und Teneriffa können Photonen instantan kommunizieren.

Verschränkung findet heute schon manche Anwendung – beispielsweise in der Quantenkryptografie. Für Anton Zeilinger ist es eine spannende Herausforderung, diese Technologie über immer noch größere Entferungen zu ermöglichen. Auf einer Folie zeigt er seinem Publikum eines seiner neuesten Experimente, bei dem eine Verschränkung über 144 Kilometer hinweg durchgeführt wird. Für ihn wäre das Ziel eine Übertragung per Satellit – was aber noch nicht umsetzbar ist.

Wie ist die Welt jetzt "wirklich"?

Wenn es aber darum geht, zu erklären, wie die Welt nun "wirklich" aussieht auf der Ebene der Quanten, ist auch ein Zeilinger ratlos. Ist nun David Bohms Theorie aus den 50er Jahren richtig, bei der ein Punktteilchen existiert, das auf einer Welle reitet? Oder muss man sich das Teilchen als tatsächlich heisenbergsch verschwommen vorstellen? Und wie kommunizieren die verschränkten Teilchen miteinander? Mit Überlichtgeschwindigkeit-Signalen oder mit Botschaften in die Vergangenheit?

Wichtig sei, dass man nicht aufhöre, zu fragen, sagt Zeilinger. Das Verlangen danach, den Prinzipien des Universums in die Karten zu blicken, habe auch Albert Einstein nie verlassen. Und so beendet Zeilinger seinen Vortrag mit einem Zitat des späten Einstein:



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Einstein-Zitat
"Ich möchte wissen, wie Gott diese Welt erschaffen hat... Ich bin nicht an dem einen oder anderen Phänomen interessiert... Ich möchte Seine Gedanken kennen, alles übrige sind nur Einzelheiten." (A. Einstein)

Vera Spillner
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PostSubject: genius   Wed Feb 04, 2009 10:18 pm

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PostSubject: TERRAFUGIA...It's time to make the Transition   Sun Mar 22, 2009 6:38 pm





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